Ne, es darf doch einfach nicht wahr sein, dass gerade ich Simpel eine Marktlücke entdeckt habe. Wenn ich nicht so faul wäre, dann wäre ich jetzt ein gemachter Mann. Besser gesagt, wenn ich mich mehr mit diesen 4-rädrigen Boliden identifizieren würde. Aber ich denke mal, dass ich einfach noch zu jung bin und noch keinen Sinn für solche Dinger habe. Und wenn ich dann im richtigen Alter bin, dann macht mir der Alzheimer einen Strich durch die Rechnung.
Die Basismodelle gibt es in jedem ordentlichen Fachhandel zu kaufen. Ach, was sage ich: Sogar die Discounter-Schleudern Aldi und Lidl haben den Markt entdeckt. Und wenn DIE mitmischen, dann geht es um einen ganz krass grossen Markt! Die Rede ist hier von den Geriatrie-Boliden, fachmännisch auch Rollator oder Gehhilfe genannt. Neuerdings begegnet man diesen Senioren-Stosskarretten auf Schritt und Tritt.
So ein Rollator ist eine feine Sache. Liegt ja auch auf der Hand: wir werden immer Älter, die synthetischen Muntermacher in Form von Tabletten immer raffinierter und die Produkte von Synthes, Stryker, Mathys und Co. werden schon bald unsere abgenutzten Knochen im Baukaustensystem ersetzen. Bis es aber soweit ist wird das Fortbewegungsmittel Nummer Eins der Rentnerwelt, der Rollator sein.
Und wenn schon ein Rentner seine Gehhilfe tapfer rumschubsen muss, dann soll er auch Spass daran haben. Und genau an diesem Punkt setzt meine Geschäftsidee ein: Diese Rollatoren sind doch ideale Kandidaten für ein wenig Individualisierung, Tuning oder Pimpen. Sei es zuletzt nur schon deshalb, dass die Rentner ihren Boliden schneller vor dem Tea-Room wiederfinden. Vom Dreiklanghorn über Schirmständer, Navigationssystem, Notfall-Button bis hin zum integrierten WC gegen Inkontinenz wäre alles möglich.
Also liebe Tuner tut was, ich kann mich nicht selbst um alles kümmern.