Ich kann sie nicht mehr hören, diese Rettungspaket-Fuzzis. Diese hochdekorierten Eurogruppe-Finanzminister sind doch alles Quadratplauderi. Die verhandeln und behandeln Griechenland als sei es ein Spiel.
Ein Spiel? Ja genau: Hätte diese Wirtschafts- und Finanzelite in ihren jungen Jahren mal ein bisschen weniger auf Studentenparties rumgehangen und Monopoly gespielt, dann könnten sie heute aus der Praxis plaudern.
Monopoly kennst Du doch oder? Oder spielst Du nur mit Playstation, Xbox, Wii und Konsorten? Monopoly ist ein geniales Brettspiel, das wir früher stundenlang, ach was sag ich, tagelang gespielt haben. Bei diesem Brettspiel gilt es mit Spielgeld Grundstücke, Häuser und Hotels zu kaufen und sich ein Grundstückimperium aufzubauen. Man lernte geschickt zu verhandeln, kaufte oder tauschte Grundstücke von Mitspielern, musste Steuern zahlen und sein Geld verwalten. Das Spiel hat so lange gedauert, bis einer Monopolist wurde, also mehr oder weniger alle Strassen, Häuser, Hotels hatte und die anderen pleite waren.
Es war ein geiles Gefühl wenn man Monopolist war: Alles gehörte einem auch das ganze Geld. Sogar die Bank war pleite und konnte an keinen Mitspieler mehr einen Gewinn ausschütten. Eigentlich wäre an dieser Stelle das Spiel beendet. Macht einfach keinen Sinn mehr weiterzuspielen. Aus, vorbei, pleite, Amen! Aber nun kommt's: Zwischendurch, wenn die kleine doofe Schwester mitspielt, konnte man sie überreden weiterzuspielen (obwohl sie nichts, null, nade mehr hatte) und Schulden zu machen. Also fing man an, Geld selber auf den A4-Block zu malen und ihr zu geben, damit sie es beim nächsten Würfeln flux wieder abgeben konnte und man noch reicher wurde und sie noch ärmer. Das Spiel ging dann so lange weiter, wie unsere Überredungskünste reichten. Erst wenn sie wütend das Brettspiel an die Wand knallte und heulte, erklärte man grossmütig das Spiel als beendet.
Ja, ihr lieben Eurogruppe-Rettungspaket-Fuzzis: Wann seht ihr endlich ein, dass das Spiel beendet ist und das kein zusätzliches Geld dieser Erde den Griechen helfen wird? Wo nichts ist, kann auch nichts mehr gedeihen. Die Griechen sind doch schon wütend und schmeissen mit Zeugs auf den Strassen um sich herum. Lasst wegen den Griechen nicht ganz Europa brennen. Hinter Griechenland kommen Portugal, Italien und Spanien und denen geht es auch nicht besser.
ELEVEN - Wir mischen die Karten neu!