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Wir brauchen eine U-Bahn in Solothurn

Mai 4, 2012
Die Erfindung des Rades war schon eine feine Sache. Und als man dann begann Transportmittel zu bauen, ist unsere grossartige Erde ganz schnell auf die Grösse eines Dorfes geschrumpft.

Verkehrsmittel verbinden. Sie verbinden Menschen, Ideen, Kulturen und schaffen Nähe. Sie bringen einen ganz schnell von A nach B. In New York zum Beispiel von der 5th Avenue vom weltberühmten Flatiron Building zum nicht weniger weltberühmten Metropolitan Museum of Art an der 82sten Strasse. Das sind immerhin 3 Meilen oder 4.8 Kilometer. Da würde man schon eine gute Stunde latschen. Aber New York ist bekannt für sein ausgezeichnetes öffentliches Verkehrsnetz. Wohl nicht zuletzt deshalb herrscht in New York ein friedliches Multikulti das seinesgleichen sucht. Dort leben weisse, schwarze, gelbe und rote, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten neben und miteinander und das meist einträglich und cool. Wie schnell ist man dort von der Neighborhood Little Italy in Borough Park Brooklyn, dem Jüdischen Viertel oder in der Curry Row dem Chinatown oder in Dumbo, SoHo oder NoHo? Alles eine Frage von Minuten in einer Stadt mit über 8 Millionen Einwohner.

Und wie ist es bei uns? Bei uns traut der Buechiberger dem Solothurn nicht und dem Ausländern mit Kopftuch schon gar nicht. Wir alle leben isoliert. Und das bei einer Bevölkerung von ungefähr 7'500 Buechiberger und 16'000 Solothurner. Boaahh, Wahnsinn! Wir alle haben unser Gärtli. Nicht nur ums Haus herum sondern vor allem rund um unsere überreife Birne, die schon bald zu Platzen droht. Das Leben spielt auf der Strasse und nicht am Schreibtisch oder vor dem Fernseher. Das sollten auch mal ein paar Politiker und Stadtplaner erkennen. Alles andere ist armselig.

Deshalb stelle ich den Antrag: Eine U-Bahn für Solothurn!

Eleven

Wie schnell wären dann die weststädter Ausländer mit dem noblen Steingrubenquartier verbunden. Nähe schafft Integration; nicht Administration. Oder wenn der serbelnde FC Solothurn eine Haltestelle vom Märetplatz entfernt wäre, dann hätten sie sicherlich auch wieder mehr Zuschauer.
Eine ganz gute Idee wäre auch das Quartier das den Bischofs und Stadtpräsidenten beheimatet direkt mit der Solothurner Partymeile zu verbinden. Man sollte nicht nur über das Leben reden, man sollte auch aktiv daran teilhaben.

Mir ist egal ob eine U-Bahn oder Hochbahn gebaut wird. Hauptsache wir haben eine Vision und arbeiten daran. Näher zusammenrücken schafft Verständnis, nicht reglementieren und abgrenzen! Das war schon immer so.

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